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  • Jens Diburger

Nachbarschaftshilfe in Corona Zeiten die Karin und das Kinderbuch....

Es war ein verregneter Tag im Januar als ich mich erneut auf dem Weg zu Karin machte, beim letzten Mal hatte ich ihr eine Geschichte von meinem Schriftstellerkollegen dem Mario vorgelesen und das Eichhörnchen Charly gesehen.


Heute würde ich ein anderes Buch im Gepäck haben, na welches? Lasst euch überraschen. Sie saß am Fenster, schien sehr gedankenversunken zu sein, kein Wunder in diesen schweren Zeiten, wenn man dann nicht raus kann oder darf. Ein leichtes Grinsen war zu sehen, als ich langsam zur Haustüre schritt, wirklich eine Freude für mich, anderen wie ihr meine freie Zeit schenken zu dürfen. Es roch nach Kaffee und Waffeln als Karin mich in die Küche bat, dort aßen, tranken wir erstmal schweigend, bevor sie mir von den letzten Tagen erzählte, was alles passiert sei.


Post vom Amt war gekommen, eben halt diese lästigen Anträge auf EM Rente wo, die alles wissen möchten und man sich bis aufs Hemd bildlich gesehen ausziehen muss. Ich versprach ihr, es mir mal daheim anzusehen, dabei helfend zur Hand zu gehen.


Doch nun holte ich das Buch von "Der kleine Welpe ohne Namen - Carsten Burkhardt & Simone Zoller" hervor, zwar ein Kinderbuch, dennoch passend irgendwie für solche dunklen Momente in unser aller Leben.



Zusammenfassung: Der kleine Welpe ohne Namen weiß nicht, wo er ist und wie er heißt. Kannst du ihm helfen seinen Namen herauszufinden? Lerne gemeinsam mit dem kleinen Welpen neue Weggefährten und die Bedeutung von wahrer Freundschaft kennen. Liebevoll gezeichnete Bilder lassen dich jeden Moment hautnah miterleben. Begleite den kleinen Welpen auf seinem Weg, seinen Namen und eine neue Familie zu finden. Der kleine Welpe ohne Namen freut sich auf dich.


Langsam und mit fröhlicher Stimme las ich schmunzelnd aus dem Werk vor und wir beide mussten doch dabei oft, herzlich lachen.


Es ist schön, wenn man so den Tag verbringen kann in den bescheidenen Corona Zeiten.


Als das Buch zugeklappt wurde, lächelte Sie mich an, gab mir einen Bussi, vergoss ein paar kleine Tränchen, bedankte sich für die schöne Aufheiterung. Danach saßen wir noch eine Weile zusammen, redeten über den Sinn des Lebens, wie diese Pandemie am besten überwunden werden könne.


Bis bald liebe Karin sagte ich und entschwand in den nebligen späten Nachmittag.

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