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  • Jens Diburger

Nachbarschaftshilfe in Corona Zeiten...

Langsam ging ich zu dem Haus von Karin, eine Gardine bewegte sich und ihr süßes Gesicht erschien am Fenster. Sie erwartete schon sehr sehnsüchtig meinen Besuch. Die gute Frau sitzt im Rollstuhl. Sie hat Multiple Sklerose und gehört mit zu den Menschen, die man in diesen Zeiten als „gefährdet“ bezeichnet.

Als Schriftsteller nehme ich mir gerne die Zeit, um meinen Mitmenschen hilfreich zur Seite zu stehen. In ihr habe ich eine dankbare Seele gefunden, sie lauscht gerne meinen Worten und… schön das jemand über meine Späße auch lachen mag.


Gedanken versunken geht es über den Weg mit schönen Bäumen zu der holzigen und von den Jahren gekennzeichneten Tür… hmmm… ein Huschen durch die Büsche, ich sehe nur etwas schnelles, braunes, mit einem hübschen Schwanz. Was war denn das? Schon wieder weg.

Grübel… vielleicht war es ja das Eichhörnchen Charly aus der Geschichte vom Kollegen Mario . Genau… das wird es wohl gewesen sein.


Die Türe öffnet sich. Eine grinsende Karin schaut mich an mit einem Lächeln, das einen nur verzaubern kann. Sie bittet mich rein und wir trinken erst mal gemeinsam einen Kaffee. Danach lese ich ihr die Geschichte von Mario R. Mainetti vor, und zwar „Die Liebe (und Geheimnisvolles) in den Zeiten der... Corona“.


Karin lauscht verträumt zu und ein paar Tränen rinnen über ihr Gesicht. Am Ende nehme ich diese starke Frau in den Arm, flüstere leise ein paar nette Worte ins Ohr… welche? Na das wird eventuell später an anderer Stelle mal erzählt.

„Danke“, flüstert sie mir noch bei der Verabschiedung zu und wir verabreden uns für die nächste Woche. Tja, mal schauen, was dann vorgelesen wird.


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